27 Mai 2006

Der Tag an dem die Welt nicht unterging

Selbst das größte Übel hat seine guten Seiten, so kann es z.B. inspierend wirken.
Doch was stillt den Worthunger leerer Seiten an einem Tag, an dem nichts passiert ist?
Aber alles halb so schlimm, denn es reicht ja schon die Lösung sämtlicher Probleme, die man nicht hat: Pessimismus!
Also beginnen wir mit den Dingen, die heute nicht passiert sind:

- Vor meinem Haus ist kein Geldlaster umgekippt und hat seine Ladung den Bedürftigen überlassen, daher konnte ich es ihnen auch nicht wegnehmen. Verdammt!

- Es ist keine Revolution ausgebrochen und wir müssen uns weiter damit rumärgern nur gegen Leute stänkern zu können die unsere Nachbarn gewählt haben und die man somit nicht legitim an die Wand stellen kann. Andererseits könnte man das Recht nach der Revolution ändern... ich vermerke es mir mal.

- Die Charts werden immernoch von Retortenbands verstopft die selbst die Sangesstimme des Autors im direkten Vergleich von einer Massenvernichtungswaffe zur Partykanone degradieren. Vermute Inzest, folglichen werden ihnen in drei Generationen Fortpflanzungsorgane am Kopf wachsen und mit dem haben sie noch nie was hinbekommen... tröstlich.

- Es fallen immernoch keine hübschen Frauen von Himmel. Und wenn sie es tun, sind sie danach im weitesten Sinne nichtmehr was man bestellt hat. Da ich noch nichtmal den Pessimismus gutheißen kann werde ich trotzdem schonmal ein Jessica-Alba-Landekissen aufblasen.

- Amerika immernoch ohne Bürgerkrieg. Schade, freue mich seit Langem auf das Rückspiel, diesmal mit Voodoopriestern als Geheimwaffe.

- Intelligenz an sich ist immernoch keine Einnahmequelle. Sollte Talkshows erpressen und androhen ihr Niveau durch meinen Besuch soweit steigen zu lassen, dass die Einschaltquoten aufgrund der einer akut auftretenden Verwechslung mit Arte sinken.

- Gegen beide Geschlechter gleichermaßen gerichteter Sexismus gilt weiterhin nicht als Gleichberechtigung. Bleibe Misanthrop.

Doch am schlimmsten nicht getroffen hat uns das schier nicht wahrnehmbare Ausbleiben des Weltuntergangs. Obwohl uns damit auch der Messias und das ewige Schlangestehen, nur um dann erfahren zu müssen, dass man als Atheist hier ohnehin falsch ist, erspart.
Andererseits müssen wir weiter uns und andere ertragen, in der nimmer endenden Hoffnung:

Alles wird gut.

26 Mai 2006

Scherben bringen Glück..

...fragt sich wem.
So sprachen schon Rantanplan und die Frage ist berechtigt.
Der Autor dieser Zeilen hatte vor, wie immer um diese Uhrzeit, bereits wohlig schlummernder Weise in einem Zustand zu weilen, in dem wohl nur die Traumlosen wahrhaftig nicht sündigen können. Er träumt viel. Was ihn hedoch davon abhält ist schwer zu sagen. Senile Bettflucht ist angesichts seiner zarten 21 Jahre wohl noch nicht anzunehmen, wenn auch die fortschreitenden Geheimratsecken einen deutlichen Hinweis auf die Zukunft geben.
Doch zum eigentlichen Thema: Scherben. Wenn ein Glas zu Bruch geht, so freut sich wohl nur der Glaser... respektive eine Firma, die sich angesichts eines einzigen Glases wohl kaum vor Freude in die Hose machen wird. Und bei alledem was so zu Bruch geht fragt man sich wie das alles in einem Ort unterzubringen ist der es je nach Region auf zwischen 41 und knapp 7000 Seelen und ein sogenanntes Bildungszentrum bringt. Während er so abschweift fragt er sich noch ob es einem Chirurgen große Probleme bereiten würde einen Steinbruch zu richten - oder den Beinbruch, der den Autor erwartet, wenn ein Liebhaber des Guten Geschmacks diese Zeilen liest - und betrachte weiterhin die Scherben seines Lieblingstrinkgefäßes. Nun, ein neues Glas mag heutzutage leicht zu ersetzen sein, solange es nicht gerade von einem überbezahlten peruanischen Weisen auf der Spitze eines unbekannten Berges aus den Scherben des elften Gebotes unter Einsatz prä-industrieller Mittel hergestellt wurde. Doch selbst das lässt sich heute wohl über Ebay kaufen. Doch wie war das, bevor es Ebay gab. Genauer, bevor es Glas gab? Wie fand man z.B. zu Jesus Zeiten heraus ob man um die Cocktailkirsche im trüben Getränk beschissen wurde? Fensterln war wohl auch nicht drin, doch wenigstens blieben die Menschen damals von Windows verschont. Nach dem Rezitieren eines altbekannten Hinweises darauf, dass der Betroffene gerade im Bild steht, konnten selbst Bastarde und Findelkinder jederzeit mit dem vollen Rückhalt der Realität sagen: Nein, mein Vater war kein Glaser!
Und wenn einem die Zeit doch nicht gefallen hat, konnte man sich immernoch ohne unnötige Schnittwunden durch ein unverglastes Fenster werfen. Irgendwie beneidenswert, die Leute von damals.

25 Mai 2006

Ich sehe Schwarz

Nein, ich bin nicht erblindet - sonst bliebe dieser Text ungeschrieben. Nein, ich meine die neuste Bereicherung unseres Wohnheims. Wie alt er ist, traue ich mich nicht zu fragen, wenn er seinen Namen genannt hat, hab ich ihn weder verstanden noch in Erinnerung behalten.
Und noch eine Verneinung, denn ich habe nichts gegen Ihn. Wo es den meisten Menschen schon genügt, dass Jemand nicht aus dem gleichen Erdteil stammt, um ihn nicht zu mögen oder gar einen Krieg mit seinem Land und/oder Volk zu beginnen, beschränke ich meine Ausflüge in die Küche während seiner Anwesenheit lediglich auf ein Minimum. Der Grund: Er ist quasi ein exotischer Österreicher, denn obwohl wir uns auf Basis einer Sprache verständigen die ich beherrsche, verstehe ich selten was er mir sagen will. Schlimmer wird es, wenn er versucht sich in meiner Sprache mitzuteilen. Ich finde es lobenswert, doch mal ehrlich, ein interkultureller Zusammenstoß ist nicht unbedingt das, was man sich wünscht, wenn man morgens um 9 Uhr in die Küche schlappt um sich ein letztes mal mit Lebensmitteln oder Eiswürfeln einzudecken (manch einer hat bemerkt, dass ein geregelter Schlaf bei mir als Konvention aus Prinzip boykottiert wird). Und wenn ich ihn so dabei beobachte wie er sich zu jeder Tages- und Nachtzeit Hühnchen in einem Topf mit viel zu wenig Wasser, auf einer Herdplatte, die zeigt wohin das restliche Wasser verschwunden ist, zubereitet, frage ich mich, wäre er nicht schwarz und käme aus einem Land das die meisten auf der Landkarte nichtmal mit der ultimativen G-Punkt-Lokalisierungtechnologie finden würden, man hätte keine Chance den Mut zu bewundern, den es brauch um die halbe Welt zu reisen nur um eine ohnehin verwirrte Kultur um solche Kuriositäten zu bereichern.
Und irgendwie finde ich es beruhigend, dass wohl jedes Volk und jede Menschenrasse auch nur aus Menschen besteht und Menschen sind wohl seltsam, wir haben uns nur an unsere eigene Art gewöhnt.
Die einzige Ausnahme bilden die Amerikaner... die brauch wirklich kein Mensch.

Der Wahnsinn beginnt.

Das ist eigentlich ein wenig zu theatralisch, doch der eklatante Mangel an aussagekräftigen und noch verfügbaren Namen für meinen Blog war leider stark begrenzt. Ok... weniger der Name des Blogs als mehr die passende Adresse, welche man ohnehin hinter einer passenden TLD (TopLevelDomain: gutdeutsch für "das ding mit dem www.de) verstecken kann.Aber mal ehrlich, wenn man sich nicht manchmal etwas aus den Fingern saugt, hat man garnichts über das man meckern könnte. Und je nach Lebenszeit dieses Blogs wird viel gemeckert.

Wer sich jetzt bereits fragt wo er gelandet ist, ist hier genau richtig.
Er nimmt mehr oder weniger freiwillig an einem Testlauf intellektuell-hintergründigen, vordergründig-humorvollen sowie grenzdebil-philosophischen Humors teil.
Was hier veröffentlicht wird dient primär der Unterhaltung. Wie diese Unterhaltung im Einzelfall aussieht wird vom Leser abhängen, denn man kann sich über mich aufregen, sich über mich lustig machen, sich mit mir verbrüdern, mich kritisieren, mich mögen oder auch nicht, Hauptsache bleibt, ihr benutzt euer bestes Stück: Euer Gehirn. Was ihr mit dem Rest treibt, bleibt natürlich eure Sache...
Ich bitte nur darum mir sämtliches Feedback zu geben, welches für euch nicht zum Überleben wichtig ist.
Denn was wäre ein Testlauf ohne Ergebnis?

Also egal ob euch dieser Blog gefällt oder nicht, reicht ihn weiter.
Mal schauen was sich besser verteilt...
Und bevor ich mich nun vollends in Nichtigkeiten verliere:
Lasst die Spiele beginnen.

Ich bin raus.
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