10 Juni 2006

It's not recreational...

...i think he has an agenda!

Dieser Satz ging mir gerade durch den Kopf, als ich die neuesten Kochideen meines Lieblingsexoten betrachten durfte. Gut, der Satz ist ein wenig aus dem Kontext gerissen,
immerhin stammt er aus einem Computerspiel und war ein Kommentar zu einem Videotape,
auf dem ein Mensch den anderen "gefressen" hat... aber vom inhaltlichen her kommts wohl hin, denn was da in der Küche veranstaltet wird scheint mir langsam mehr wie ein Ablenkungsmanöver... oder er versucht mich vollends in den Wahnsinn zu treiben.
So oder so... die Saitenwürstchen im Backofen zu braten, während auf der Herdplatte ein Topf mit Wasser überkocht... da steckt doch alles dahinter, aber nicht der Bedarf an Nahrung!

Nachtrag: Ich hatte Recht!

Von dezem Brandgeruch auf den Flur gelockt konnte ich diesen erstma nichtmal erkennen - und wir reden hier von einem 2x30m Wohnheimflur - alles war in dichte Rauchschwaden gehüllt, die ihren Ursprung definitiv in der Küche hatten. Von wegen Kochkünste! Ein missglückter Anschlag war das, dabei hielt ich den in suspekte Gefäße gefüllten uringelben Apfelsaft schon für schlimm... ich geh jetzt erstmal die Tür abdichten... das zieht immernoch hier durch *hust*

Fußball wird mit dem Kopf gespielt.

Selbst im Boykott sämtlicher Nachrichtensendungen übermittelnder Medien und spärlichem Kontakt mit der Welt außerhalb der vier eigenen Höhlenwände ist mir die frohe Kunde zugetragen worden, dass wieder eine WM ansteht. Und Deutschland ist Gastgeber.
Motto dieses überhypten Spektakels : Die Welt zu Gast bei Freunden.
Das ist doch mal was anderes, als damals, 1939, als es noch hieß: Freunde zu Gast in der Welt.

Im Gepäck zweier Freunde zog man also gen Schloßplatz in Stuttgart, sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen. Hierbei sei der Vollständigkeit zu Liebe erwähnt, dass meine Fußballbegeisterung auf einen Teelöffel passt... mit genug Platz zum rangieren. Dafür weiß ich wenigstens was eine Abseitsfalle ist - mir trieft der Stolz aus allen Poren.
Wo wir gerade beim Thema Stolz sind... ein gutes hat die WM so oder so, denn sie ist die Ultimative Ausrede den traditionell etwas angestaubten Deutschen Nationalstolz in aller Öffentlichkeit zu präsentieren ohne moralische Schelte, von nicht zwangsläufig moralischen Menschen, für Greueltaten zu beziehen, die eine inzwischen fast vollständig verstorbene Generation verbrochen hat. Warum allerdings meist statt der National- die Bundesdienstflaggen geschwungen wurden ist mir schleierhaft, wo wir doch irgendwo alle gegen "Die da oben" wettern...
Angekommen am Ort des Geschehens fiel mir als aufrichtiger Staatsbürger natürlich eine Mannschaft auf, die komplett ohne Fans angereist war. In grünen Trikots, als einzige auch mit fabrlich passenden Mützen und Bewaffnung, zogen sie anfangs in Zweier-Abwehrketten durch die Menge, sammelten sich mit der Zeit allerdings um einen beeindruckenden Haufen leerer Flaschen - die Flaschensammler waren ohnehin die waren Gewinner dieser Veanstaltung -und führten mich in Versuchung sie wegen Rudelbildung auszupfeifen.
Umweht vom süßen Duft großzügig genoßenen Alkohols umweht, welcher in mir die Vermutung nährte, die WM sei für viele nur eine Ausrede um noch bei Tageslicht die geistigen Kerzen vollends auszulöschen, zogen wir durch die Fußballlande mit dem Ziel einen guten Blick auf die aufgestellten Leinwände zu erhaschen. Dabei habe ich eines gelernt : Ich mag keine Gelfrisuren. Sie wackeln einem ständig durch die Sicht. Und ich hab noch etwas gelernt : Beim Fußball schauen kommt es mehr noch, als beim Fußball spielen, auf den Kopf an, in meinem Fall auf einen Kopf, der sich nicht so recht entscheiden konnte welchen Teil meines Sichtfelds er nun zu verdecken gedenkt, was wiederrum dazu führte, dass wir beide ein wenig wie zwei Steh-Auf-Männchen wirkten, die mit entgegengesetztem Schwung in Bewegung gesetzt wurden. Das Schöne daran ist jedoch, dass man sich den Weg auf einen hohen Berg sparen konnte, denn es war das perfekte Training für das persönliche Zen. Nur nicht aufregen lassen. Als dann allerdings Jemand die Mühe auf sich nahm eine Laterne zu besteigen und mit rythmischen Bewegungen unser Aller Blickfeld zu begrenzen, da war das mehr als Grund genug sich nach angemeßeneren Aussichtspunkten umzusehen. Eine Halbzeit hat insofern schon etwas für sich, denn wo vorher dichtes Gedränge herrschte, fanden sich nun adäquate Sitzgelegenheiten. Adäqaut, wenn man die Hose danach ohnehin in die Wäsche gibt. Ab da jedoch rückte das Fußballgeschehen zusehends in den Hintergrund und meine wenigen stereotyp-männlichen Charakterbausteine legten sich mächtig ins Zeug, denn es war warm und nicht nur die Sicht auf die Leinwand war gut und mir drängten sich einige Fragen auf.
Wer trägt freiwillig Tangas mit der Aufschrift Snoopy?
Warum sieht Sonnenstudiogebräunte Haut aus als wäre sie aus Schaumstoff?
Kommen Australier nur nach Deutschland um sich vor deutschen Fußballfans auszuziehen?
Wieso wirkte der südamerikanische Kellner am unteren Ende der Treppe wie ein arbeitsloser Drogenbaron?
Und wieso hatte die junge Frau vor mir seltsame Verfärbungen auf der Hüfte, die den Schluß nahelegten Jemand habe einen dort angebrachten Griff abgerissen?
Dass letztere wohl einen recht handgreiflichen Partner hat wurde von der Tatsache genährt, dass ihr Top aussah, als habe man von hinten zu kräftig daran gezogen.
Ja, ich weiß... Fußball weckt den Chauvi in mir...

Zwischendurch fiel ab und an ein Tor, was vor allem daran zu erkennen war, dass aus der Menge vor mir jede Menge Deutschlandfahnen auftauchten... allen Ernstes... soviel geheuchelte Freude in Verbindung mit Fahnen hab ich seit der Wiedervereinigung nichtmehr gesehen.

04 Juni 2006

Igor! Es lebt!

Zu früh gefreut, mich gibts noch.
Damit ihr nicht glaubt ich hätte euch oder den Blog vergessen, hier ein Appettithäppchen für Zwischendurch, denn ich kam gerade auf ne wunderbare Idee für einen selbst-designten T-Shirt-Spruch:

Vorne:
FUCK THE SYSTEM!

und nun kommt der Brüller...

Hinten:
System

nicht lustig?
auch gut.
Nicht Lustig ist lustig *g*
*werbungmach*

Und warum ich gerade nicht unbedingt mit Hyperaktivität glänze ist wohl schlichtweg unentschuldbar. Egal, bin sowieso schuldig wie die Sünde *hrrhrr* (immerhin bin ich das System) und ich warte immernoch gespannt auf Antwort von "Titanic" ob sie meinen Beitrag nun annehmen oder nicht. Kommt bis Mittwoch nichts, dann beginne ich eine derart kreative Phase, dass sie mir versprechen mindestens einen Artikel abzudrucken, nur damit ich aufhöre ihren Mailverteiler zu verstopfen. Dreistigkeit obsiegt letztendlich sowieso.

P.S. : Es geschehen noch Zeichen und Wunder!
Gerade habe ich zum ersten mal auf "Als Entwurf speichern" statt auf "Post veröffentlichen" geklickt. Das kann nun heißen, dass ich endlich ins Bett soll, oder, dass ich diesen Post nicht veröffentlichen sollte. Ich stell mich doof und klicke diesmal richtig.

P.P.S: Habs kapiert... verdammter Schreibfehler *g*
Und ja.. ich geh die ganzen Texte mal durch und korrigier sie mal durch... gelobe hiermit quasi Besserung. Und weniger P.S.
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