05 Oktober 2006

Mami, da ist ein Urvieh in meinem Schrank!

Die Expertise lautet klar auf klassischer Exilant per Exodus. Vlt ergibt dieser Satz für Irgendwen sogar einen Sinn. Ich mag ihn schlicht aus der Tatsache heraus, dass er gut klingt. Mein Geschmack steht nicht zur Debatte.

Ein Exodus wars allerdings tatsächlich, denn ich zog aus dem Zimmer wie die Isrealiten aus Judäa - oder so. Und auch ziehe ich nicht in mein Land beziehungsweise Zimmer, also bin ich momentan definitiv Exilant, nur dass meine Heimat ein relativer Begriff und kein absolutes Ziel, nichtmal einen absoluten Ursprung darstellt.

Dass die Zeit relativ ist wissen wir, und dass ich ihr so allerhand unterstellt habe ist in einem entsprechend betitelten Artikel weiter hinten auf dem Wahnsinn'schen Zeitstrahl jederzeit nachzulesen. Heute haben sich die meisten Thesen bewahrheitet. Die wache Zeit des Tages begann für die verdrehte Person, die sich hier Autor nennt, früher als gewohnt und es sollte sich so allerhand zutragen. Zuallererst ist kein göttlicher Funke herabgekommen um das Urvieh von seinen Wohnungsproblemen zu erlösen und so musste es sich auf Gedeih und verderb einem Freund ausliefern, der ihm Obdach und, quantitativ überwiegend, Stauraum zur Verfügung stellte. Bei diesem Unternehmen lernte das Urvieh einmal mehr, dass schwer reich nicht gleichbedeutend mit vermögend ist. Dass Massen den Raum krümmen wissen wir seit Einstein. Dass Massen auch das Kreuz krümmen wissen wir schon länger, haben heute aber wieder einen praktischen Beweis erbracht. Es muss kein primitiver Primat sein, der mit den Knien an seine Ellenbögen stößt. Nein, es kann auch die selbsternannte Krone der Schöpfung sein, wenn sie ohne nennenswerte Pause Kartons, Kisten, Möbel und allerhand anderen Unrat der Moderne durch die Gegend und schließlich in den 3. Stock, welcher nicht weniger als 36 Stufen von der Ebenerdigkeit entfernt lag, die mit jeder Stufe liebenswerter wurde.

Ich habe Schmerzen in einer ganz neuen Dimension kennengelernt und nur die körpereigenen Morphine halten mich momentan einigermaßen Beweglich. Ich weiß, dass morgen sämtliche Versprechen an die Muskeln eingelöst werden müssen und ich jede Bewegung bitte bereuen würde. Ein kleiner aber feiner Triumph über meine Grenzen wird aber verhindern, dass das Lächeln ganz aus meinem Gesicht verschwindet. Dafür allerdings ist der Zahnarztbesuch, welcher sich um eine Seite meiner Weisheitszähne kümmern wird, ja da. Meine Dankbarkeit wird grenzenlos sein, sobald sich die die Tage und Wochen zwischen mich und das Ereignis schieben.

Hier im Wandschrank wird nicht gegautscht, schlichtweg weil kein Stuhl hineinpasst. Daher falle ich jetzt schlichtweg rückwärts ins Bett, denn dies ersetzt den Stuhl. Der würde ohnehin nicht auf den improvisierten Tisch passen, der gerade einmal die Höhe eines Umzugskartons hat. Daher:

*umfall*

es grüßt das Urvieh aus dem Wandschrank.

03 Oktober 2006

I'll Be Back!

Es tut mir Leid, dass es gestern nichtmehr für einen Eintrag gereicht hat und auch heute bin ich eher bedrückt als in der Lage einen halbwegs humorvollen Gedanken zu fassen der sich nicht darum dreht wie unsymapthisch mir Frankreich ist.
Morgen ist der Tag des Umzugs, also wird das kleine Urvieh heute früh ins Bett gehen. Das ist übrigens neben dem PC auch das einzige was hier überhaupt noch steht und mir ist alles andere als wohl beim Gedanken an die Zukunft.
Ich hoffe ihr gönnt mir ein paar Tage Auszeit und vergesst mich trotzdem nicht.

mfg
MaNiaC

01 Oktober 2006

One More Rainy Day

Morgens aufzustehen ist nicht Jedermanns Sache. Schon garnicht, wenn das Bett weich und warm ist während es draußen regnet. Dass es schon Mittag ist ändert an dieser Tatsache nichts. Es galt ein weiteres Zimmer zu begutachten und so war ich durch den Regen unterwegs, zum Glück nicht lange, denn für den Hinweg hatte ich mir eine Straßenbahnfahrkarte geleistet. Geregnet hat es zwar nicht als ich mich auf den Rückweg - diesmal zu Fuß - machte, dafür aber nach den ersten 100 Metern, doch selbst das kann einem die Laune nicht verderben wenn das neue Luxushandy nebst Ohrstöpseln zum Marschgepäck gehört. Der Druck der selbst zusammengestellten Musikauswahl als angenehme Alternative zum fremdbestimmten Musikkonsum per Radio kann einen Marsch durch den Regen zu einer ungemein schönen Erfahrung machen. Und ich habe nach wie vor kein Verständnis für die Benutzer von Regenschirmen. Da müsste sich schon die Hölle über mir auskotzen!

Da ich nun ja einige Mitbewerber um Zimmer bewundern durfte fällt mir auf, dass Informatiker in WGs scheinbar recht unbeliebt sind. Zumindest stellen sie nach meinen Beobachtungen die größte Gruppe an nicht vermittelten Unterkunftssuchenden. Woran das liegen mag? Dabei sind sie doch eigentlich die angehmsten Zeitgenoßen. Sie sind ruhig, zurückgezogen, blockieren selten das Badezimmer und wenn man mal mit ihnen reden will muss man einfach nur den Strom abstellen. Von dem scheinen sie sich auch zum größten Teil zu ernähren. Des weiteren sind sie wohl die einzigen Menschen mit denen man sich wirklich über Gott und die Welt unterhalten kann. Vielleicht weil sie beides nur aus dem Internet kennen. Doch genug auf Informatikern rumgehackt. Es soll da auch ganz lebenstauglich Exemplare geben, hab ich mir sagen lassen. Vielleicht von den Stimmen in meinem Kopf.

Die könnten allerdings auch an den Ohrstöpseln liegen. Stimmen sind im allgemeinen aber etwas feines, denn allein muss man sich dann wirklich nichtmehr fühlen und man ist mit Sicherheit der Kracher auf jeder Party.

KANN MAL ENDLICH JEMAND ANS TELEFON GEHEN?


Ossi posiert. War sie am Anfang etwas kamerascheu hat sie sich in kurzer Zeit zum Model gewandelt. Wie Ossi ausschaut wisst ihr jetzt ja, wenn nicht, einfach einen Tick weiter nach unten Scrollen, aber nicht so weit, dass die Tastatur sichtbar wird. Das würde bedeuten sie haben ihren Kopf bewegt. Andererseits ist das ein gutes Anzeichen dafür, dass man noch nicht zum Informatiker geworden ist. Ich kanns nicht lassen und es beginnt schizoide Züge zu entwickeln. Bald mache ich mich über mich selbst lustig, ich sehs kommen!

Nun werden meine Kulleräuglein schwer. Ihr solltet eure allerdings offen halten, denn das Urvieh ist in Bearbeitung und es wird gut! Und sobald meine Situation sich stabilisiert werden lang aufgeschobene Verbesserungen in Angriff genommen. Versprochen!

Was jetzt kommt, das ist auch der Rest, nämlich Schweigen.
*gautsch*
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